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  Was ist eigentlich LPDA ?                                               
 

 Wieder neu ins Gesprch gebracht  wurden sie durch die Firma Titanex,  die
 fr die Kurzwellenbnder mehrere Modelle logarithmisch-periodischer Dipol-
 antennen mit Drahtelementen anbietet.

 Ihren Namen  verdankt die Antenne  ihren elektrischen  Eigenschaften,  die
 sich periodisch mit dem Logarithmus der Frequenz wiederholen. Ursprnglich
 ist die logarithmisch-periodische Antenne verwendet worden,  weil man sich
 ihre auerordentlichen  Breitbandeigenschaften zunutze machte.  Solche An-
 tennen verzichteten  auf groen Gewinn,  und hatten ein Diagramm,  das bei
 den Mikrofonen von der Superniere erzielt wird.
 Dabei waren immer nur ca. 3-4 Elemente an der Strahlung beteiligt,  die in
 der Grenordnung der Betriebswellenlnge in Frage kamen. Die brigen Ele-
 mente  waren an der Strahlung  so gut wie nicht beteiligt,  und hatten fr
 den Gewinn der Antenne kaum eine Bedeutung.  Bei vertikaler Polarisation -
 wie sie von Funkamateuren oft  wegen der vertikal polarisierten Relais und
 Digipeater angewendet wird - haben Yagis eine Unmenge von Nebenzipfeln, in
 denen  natrlich  Sendeenergie steckt,  die unntz vergeudet ist.  Dagegen
 sind Nebenzipfel bei der LPDA Mangelware oder garnicht vorhanden.

 Warum das so ist, will ich einmal stark vereinfacht zu erklren versuchen: 

 Die bei den kleinsten Elementen  eingespeiste  Sendeenergie  luft auf der
 Lecherleitung (die beiden Booms) entgegen der Strahlungsrichtung. Die kr-
 zesten Elemente strahlen also zuerst. In dem Moment, in dem ihre Strahlung
 die nchstlngeren Elemente erreicht, beginnen diese aber mit zu strahlen, 
 und zwingen den Teil der Strahlung von den  "Vorgnger-Elementen" der nach
 hinten gerichtet wre,  in Richtung  zum Speisepunkt.  Das wiederholt sich
 von Element zu Element, entlang der gesamten Antenne. 

 Im Hochschultaschenbuch "ANTENNEN III"
 erklrt der Autor Prof. A. Heilmann das so: 
 "Da die Phasen der Strme in der Richtung auf den Speisepunkt zu nacheilen,
 ist die Strahlung  zum Speisepunkt hin gerichtet.  Diese  Nacheilung  wird
 durch  die  auf  der Speiseleitung  von  Element  zu  Element vorgenommene
 Phasenumkehr erzwungen.  Die Phasengeschwindigkeit in der aktiven Zone der
 Antenne betrgt dabei etwa 0,36 c." (c = Lichtgeschwindigkeit).

                      
                            
                                  
                                  
                      \    /\    /*
                         \/     \/
                         /\     /\
                      /    \/    \*
                                  
                                  
                                      
                      
 
 Die Grundform der LPDA sah so aus:  Die einzelnen Dipole sind in der Mitte
 aufgetrennt.  Die Speiseleitung ist  an den krzesten Dipolen (wie bei der
 HB9CV) angeschlossen.  Dann werden  jeweils berkreuzt  die nchstlngeren
 Elemente angeschlossen. Die Antennen waren fr Breitbandbetrieb ausgelegt, 
 etwa von 100-300 MHz.  Dann hatten sie lngste Elemente von 150-cm und der 
 Element-Verkrzungsfaktor mute bei  ca. 0,8 .... 0,85 liegen,  denn sonst
 htten 2-m Boomlnge nicht ausgereicht.  Es werden die Elemente ja auf je-
 weils 80 ... 85% verkrzt. Um dann bei Elementlngen von 30-cm = 1/3 Lamb-
 da fr 300 MHz zu landen, braucht die Antenne 10 Elemente,  hat eine Boom-
 lnge von ber 2-m und der Gewinn ist nur ca. 5,5 dBd.

                          
                          
                                  
                   Einer der beiden Booms.
                                           Siehe auch im Programm.
                      

 Die hier beschriebene Variante  benutzt zwei  voneinander isolierte Booms,
 auf denen die (Halb) Elemente abwechselnd entgegengesetzt angeordnet sind.
 Zwei gleiche,  auf diese Art bestckte "Antennenbltter"  werden so zusam-
 mengesetzt, da sie sich zu einer Antenne ergnzen.   
 Das lt sich besser montieren,  und hat zudem noch den Vorteil,  da  die
 Booms als Symmetrier,- Anpa- und Transformationsleitung verwendet werden.

 Das Antennendiagramm << testant.bmp >> ist aufgenommen von einer Eigenbau-
 LPDA fr das 70-cm-Band,  die vertikal  polarisiert  betrieben wird.  Ihre 
 Boomlnge betrgt 1m, sie hat 10 Elemente bei einem Gewinn von ca. 11 dBd.
 Dem Diagramm kann man  entnehmen, da die Antenne ein sehr gutes VRV (Vor- 
 Rckverhltnis)  aufweist.  Sie vertrgt,  weil nach hinten  nichts  abge-
 strahlt wird,  zumindest hinten  und seitlich  recht gut Annherung an Ge-
 budeteile. Vorn mag das keine Antenne so gern.
 Zum Vergleich mit einer Yagiantenne ist auch ein Diagramm beigefgt.  Ihre
 passiven Direktoren  empfangen die Sendeenergie vom Strahler  und strahlen 
 davon 50% ab.  Das tun sie jeweils  wie ein Rundstrahler so da daraus die 
 zahlreichen Nebenzipfel entstehen, die bei Vertikalpolarisation der Anten-
 ne das Diagramm zieren.

 Peildienste verwenden deshalb fr VHF bis UHF berwiegend LPDAs.  Funkme- 
 dienste  sind mobil unterwegs mit LPDAs,  und benutzen  sie  auch  an  den
 stationren Funkmestellen.  Zirkular polarisierte  LPDAs  werden im Funk-
 verkehr mit Satelliten eingesetzt.

 Trotz ihres relativ zur Lnge  groen Gewinns,  hat die Antenne aber einen
 3-dB-ffnungswinkel von ber 50 Grad, was das stndige  Nachfhren der An-
 tenne bei bewegten Objekten verringern hilft.
